Freitag, 3. Juli 2015

Der ist nicht mehr ganz dicht: Wie flickt man einen Fahrradschlauch richtig?

Das bringt nichts! Sieben Flicken und trotzdem verliert der Schlauch Luft. Grund: Das Loch war zu groß. Darum: Besser einen neuen kaufen
Pffffffffffffffft!!!! Das Geräusch kennt jeder Radfahrer. Plötzlich ist die Luft aus dem Reifen. Ein paar Scherben, spitze Steinchen oder eine Heftzwecke reichen - schon haben Decke und Schlauch trotz "pannensicherem" Materials ein Loch. Dann wird es mühsam. Rad ausbauen, Decke abhebeln, Schlauch raus, neues Gummi rein und alles wieder zusammenbauen. Eine fiese, lästige Sache. Mich hat es dieses Jahr besonders heftig erwischt. Noch nie hatte ich so viele Plattfüsse. Darum habe ich mir ein paar Gedanken zur Schlauchreparatur gemacht.

Montag, 29. Juni 2015

Nordica: Stahlinisten und Alteisensammler auf Tour

Sie glänzen in der Sonne, leuchten im giftigen grün, knalligen rot oder strahlendem goldmetallic. Sie heißen Romani, Benotto, Bottechia, Koga Myiata oder Jack Taylor. Ihre Fahrer tragen gestrickte Wolltrikots und schwarze Lederschuhe. Nein, einen Helm hat kaum einer auf dem Kopf. Stilvolle Rennmützen sind angesagt. Oder ein Sturzring aus Leder. Willkommen bei der Nordica, einer Ausfahrt für klassische Rennräder.

Freitag, 12. Juni 2015

Fahrrad-Hauptstadt Hamburg: Made an der Waterkant

Fahrradtasche von Re-Tube aus altem Schlauchmaterial. Made in Hamburg!
Deutsche Fahrrad-Tradition ist eigentlich in Provinzstädten wie etwa Bielefeld zu Hause. Hier gab und gibt es jede Menge Fabriken, die Drahtesel herstellen. Hamburg dagegen hat kaum jemand auf dem Schirm, wenn es um Fahrradproduktion und -industrie geht. Völlig zu Unrecht. Ich behaupte: Hamburg ist ein wichtiger Fahrrad-Standort, vielleicht sogar die deutsche Fahrrad-Hauptstadt schlechthin. Denn wer die Firmen zählt, die mit und rund ums Fahrrad Geschäfte machen, findet neben etablierten Unternehmen eine stark wachsende Anzahl an originellen Start-Ups und Dienstleistern. Das schafft Arbeitsplätze, Umsatz und Steuereinnahmen.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Versteigerung in Wien: Werden Fahrräder zu Spekulationsobjekten?

Moulton-Einzelstück aus Titan: Startpreis 6000 Euro, Zuschlag
bei 30000 Euro!
Wie kann der Mann das machen? Michael Embacher ist mein Bruder im Geiste. Er sammelt(e) Fahrräder, besondere Fahräder, seltene Fahrräder, einmalige Fahrräder. Gestern wurde sein spektakulärer  Zweiradschatz in Wien versteigert. Ein Moulton-Unikat brachte 30000 Euro. Auch andere Exemplare  erzielten stolze Zuschlagpreise. Der Auktionsgesamterlös für rund 200 Räder liegt bei knapp einer halben Millionen Euro. Historische und seltene Fahrräder scheinen auf dem Weg zum Spekulationsobjekt. Aber genau das wollte Embacher eigentlich verhindern. Er möchte, dass seine Räder gefahren werden. Sagt er. Hoffentlich behält er recht.

Montag, 4. Mai 2015

Die Rückkehr des Klapprades: Es leben die 70er Jahre


Retro-Klapprad von Dudebikes aus Mailand
Da schau her: Monoqi, in Online-Kaufhaus für Lifestyle-Produkte, entdeckt das klassiche Klapprad neu und verkauft stylische Faltbikes für 390 Euro. Die Aktion läuft noch zwei Tage. Die Räder sind ziemlich genau den typischen Klapprädern aus den 70-er Jahren nachempfunden. Sie haben einen Gang, sind aus Stahl und klappen mittels Scharnier im U-förmigen Hauptrohr.

Einziger Unterschied: Sie kommen nicht von Rixe, Record, HWE, Hercules oder EK, sondern von der Mailänder Firma Dudebikes. Dank Alueinsatz bei Sattelstütze, Pedalen und Lenker sind die Räder mit zehn Kilo auch einen Tick leichter als die 70-er Jahre Ikonen.

Klapprad gefaltet
Auf mich macht das Rad einen soliden Eindruck. Auf Kurzstrecken in der Stadt dürfte es seinen Zweck gut erfüllen. Den Preis von knapp 400 Euro finde ich aber eher happig. Leider gibt es keine Herstellungsdetails. Sehr wahrscheinlich werden die Räder in China gefertigt. Dort kann eigentlich fast jeder bei einer mindestbestellmenge von 1000 Exemplaren so ein Rad in Auftrag geben und zahlt dann pro Stück einen Bruchteil des Verkaufspreises. Aber wer will schon 1000 Klappräder haben? Außer man heißt Dudebikes? Nun, mich freut, dass das 70-er Jahre Design mit diesem Dinge Renaissance feiert.
Retro-Version anno 2015
Original-Klapprad 1970er-Jahre

Original und Fälschung!

Tipp: Wer weniger ausgeben will, findet gut erhaltene Klapprad-Originale auf Flohmärkten oder bei e-bay für rund 100 Euro.



Übrigens: Am ersten Maiwochenende ging in der Pfalz ein 24-Stunden-Klappradrennen über die Bühne. Und heute verkauft Aldi-Klappräder von Curtis zum Knüllerpreis von 189 Euro.
















Samstag, 25. April 2015

Radrennbahn Hamburg für alle: Das Velodrom lebt

Jahrelang, ach was, jahrzehntelang fristete die Radrennbahn in Hamburg-Stellingen ein Schattendasein.  Dann kam Jörg Steffens. Zusammen mit Marcus von der RG Uni Hamburg küsste er die historische Betonbahn mit dem imposanten Zeltdach aus dem Dornröschenschlaf. Seit dem ein engagiertes Dreierteam - Gunnar ist dritter Mann an Bord - die Aktivitäten auf der Bahn koordiniert, läuft es dort im wahrsten Sinne des Wortes rund. Heute war wieder Bahntag und Fahrrad-Flohmarkt. Nach meiner Schätzung mit Besucherrekord.

Mittwoch, 22. April 2015

Verkehrszählung in der Fahrradstrasse Harvestehuder Weg: Wo(hin) fahren sie denn?

Momke und Olaf bei der Verkehrszählung an der Alster

"Fremd 4210", mit klarer Stimme spricht Momke in ihr Diktiergerät. Auch Olaf schaut konzentriert auf den Harvestehuder Weg. Von rechts nähert sich ein Porsche Cayenne: "Hamburg 11237", diktiert Olaf ins Mikro. So geht das morgens von 5.45 Uhr bis kurz vor Mittag und nachmittags nochmals 15 bis 18 Uhr. Die beiden sind als Verkehrszähler für das Planungsbüro Argus im Einsatz. Das Ziel: Genaue Erkenntnisse darüber gewinnen, ob die neue Fahrradstraße am rechten Alsterufer ihren Zweck erfüllt oder eine Fehlplanung ist.