Freitag, 17. Oktober 2014

Puzzelspiel: Aus wie vielen Teilen besteht ein Fahrrad?

Heute mal ein Beitrag aus der "Sendung-mit-der-Maus-Ecke"!
Preisfrage: Wie viele Einzelteile hat ein Fahrrad?
Zerlegtes Klapprad: Aus wie vielen Teilen besteht es? Einige sehr wichtige
Teile fehlen. Welche?
Die Frage, aus wie vielen Teilen ein Fahrrad besteht, habe ich mir schon oft gestellt, meistens dann, wenn ich etwas von einem Rad abgebaut und zerlegt habe. Es sind dann immer überraschend viele Komponenten, die plötzlich vor mir liegen und immer die Sorge: Kriege ich das auch alles wieder zusammen? Oder bleibt am Ende die eine berühmte Schraube übrig?

Andererseits finde ich es verblüffend, wie einfach und übersichtlich das Fahrrad konstruiert ist. Im Vergleich mit dem Auto besticht das Rad durch klare und leicht verstehbare Technik.

Zu gewinnen: GPS-Buch
Nun, wer macht mit? Die- und derjenige, die oder der mir als Erste/r einen Kommentar mit der richtigen Zahl oder Schätzung schickt, gewinnt das Buch GPS für Biker.


Noch ein Tipp: Gemeint sind alle Teile und Komponenten, die sich mit den Händen und handelsüblichem Werkzeug zerlegen lassen, also keine geschweißten, genieteten oder verpressten Teile. Die Zahl der Einzelteile variiert nach Radtyp: Rennräder haben eher weniger, MTB mehr Komponenten. Mein Beispiel orientiert sich an einem Klapprad (genauer: ein Zerlegerad). Das Bild oben hilft, aber Achtung: Die 36-Loch-Hinterradnabe vom Typ F&S Duomatic ist nicht auseinander gebaut, die vordere Trommelbremse (links im Bild die roten Teile) mit der gleichen Speichenzahl schon.

Die Auflösung folgt in ein paar Tagen an dieser Stelle. Viel Erfolg beim zählen, raten, schätzen...


Montag, 13. Oktober 2014

Elbinsel-Alleycat: ein ganz normaler unnormaler Abend

Elbinsel Allyecat vor dem Start am Spreehafen
Es sollte ein ganz normaler Abend werden. Eine Alleycat in Wilhelmsburg, also eine Art Schnitzeljagd auf dem Rad. So was machen überwiegend Radkuriere, teilnehmen darf aber jeder. Ich mag Allyecats, besonders die Elbinselalleycat. Sie findet zum dritten Mal quasi direkt vor meiner Haustür statt und glänzt mit toller Strecke und guter Organisation. Doch mir kam kurz nach dem Start buchstäblich etwas dazwischen. Eine Radfahrerin um genau zu sein. Und statt bei der Alleycat-Abschlussparty in einer Sauerkrautfabrik endete mein Rennen in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Augen auf beim Reifenkauf: ein Produkt, drei Preise

Reifenpreise sind offenbar so elastisch wie das Produkt, um das es dabei geht. So meine Erfahrung bei einem Einkauf in der Hamburger BOC Filiale am Nedderfeld. Was war passiert?
Schwalbe Marathon-Reifen 35 -349: 16,90 statt 36,50 Euro

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mit dem Brompton durch London: very, veeeeeery british!



London, das sind rote Doppeldeckerbusse, Black Cabs und die Tube. Und natürlich das Fahrrad. Seit ein paar Jahren boomt Cycling in der britischen Hauptstadt und entwickelt eine lebendige Szene. Londons blonder Bürgermeister Boris Johnson fördert nicht nur Radverkehrspolitik mit großem Eifer, sondern ein von der Barclay Bank gesponsertes Leihrad-System etabliert. Auch bei Touristen sind die so genannten blauen "Boris Bikes" sehr beliebt. Doch die coolste Art durch London zu radeln ist mit einem Brompton. Auch die kann man an der Themse mieten. Auf sehr originelle und günstige Weise.

Dienstag, 30. September 2014

Cool oder cooler? Die Novelle vom trügerischen Gefühl

Ich sitze in einem brandneuen, knallroten Audi A3 und denke: Wie cool ist das denn? Sehr cool! Auf den Türen steht e-tron. Denn der Audi fährt elektrisch. Cool eben, sehr cool. Leute glotzen. Es sind Leute, die was von Autos verstehen. Sie finden Autos wie den e-tron cool. Sehr cool.

Am Fischmarkt veranstaltet Audi gerade Probefahrten mit dem e-tron. Es geht um die Zukunft, um den innovativen Autoantrieb. Plug-In-Hybrid heißt die Technik, die ihn an den Vorderrädern kraftvoll nach vorne zieht. In der Autoindustrie ist das gerade der letzte Schrei: sauber, schnell, leise, sparsam - cool. Noch cooler: Wenn die Batterie leer ist, wird der A3 e-tron wie ein Handy an der Steckdose aufgeladen. Sonst fährt er ganz normal mit einem Benzinmotor. Hybrid ist cool. Ein Steckdosen-Hybrid noch cooler.

Da sitze ich also in meinem roten Plug-In-A3-e-tron-High-Tech-Audi und fühle mich cool, fortschrittlich, avantgardistisch, als einen, der an die Zukunft denkt, an Kinder, an die Umwelt, an Ölvorräte und Krisen. Ich denke, wenn alle so denken, müssten wir nicht so viel nachdenken. Ich denke, zu wenige denken so wie ich denke. Darum grübeln wir über Rohstoffe, Kriege, Krankheiten.

Dann will ich an der Alster rechts abbiegen, setze den Blinker und muss warten, lange warten. Das Wetter ist gut. Eine lange Reihe Radfahrer fährt über die Strasse. Sie haben Vorfahrt. Ich warte. Noch einer, noch eine. Und noch einer. Jetzt aber. Nein, noch eine. Sie sitzt auf einem blauen Koga Miyata Rennrad, auf dem Rücken eine schwarze Tasche. Kein Helm. Ihr blondes Haar weht im Wind. Dann sieht sie den Audi, meinen Audi. Ein Lächeln weht über ihr Gesicht. Es ist ein überlegenes Lächeln. Oder ist es ein mitleidiges Lächeln? Meint sie mich? Oder das Auto? Ich denke: Wie cool ist das denn?

Von hinten hupt einer. Er hat es eilig. Wie alle. Die Rennradfrau ist längst verschwunden und von hinten hupt ein Hektiker: Wie uncool ist das denn?

Sonntag, 28. September 2014

Aus dem Fuhrpark: Das schlechteste Fahrrad der Welt

©Derek Baker for St-Pedali
Harry, Du musst jetzt ganz tapfer sein. Der Engländer Harry Bickerton hat Anfang der 70er Jahre ein sehr kompaktes Klapprad auf den Markt gebracht und für mich damit den größten Flop der Fahrrad-Geschichte. Und Achtung: Der Mann war Flugzeugingenieur. Da kann ich nur sagen, Schuster bleib bei deinen Leisten. Das Bickerton portabel ist zwar extrem leicht und kompakt faltbar, aber auch sehr instabil, wackelig, ja gefährlich.

Mittwoch, 17. September 2014

Rad geklaut: Wie kriege ich das gestohlene Tandem zurück?

In meinem Herzen kocht das Blut. Ich fühle mich wie Eddy Kante. Denn mein Rad ist weg. Mein kleines Klapprad-Tandem. Ein Rad, das ich sehr mag. Weil es ein Oldtimer aus den 70er-Jahren ist. Weg. Nicht mehr da. Verschwunden. Scheiße. Große Scheiße. Was tun? Polizei? Privatdetektiv? Selbstjustiz? Bürgerwehr?
Mein geklautes Tandem der Marke Drei Stern. Wer hat es gesehen?