Samstag, 13. Dezember 2014

Briefzusteller fahren Elektro-Transport-Räder: Da geht die Post ab!



Zsssssssssssss -  ein leises Summen vor meinem Haus erregt heute morgen meine Aufmerksamkeit. Es kommt von Sören. Genauer: von seinem gelben Fahrrad oder besser Dreirad. Sören ist Postzusteller und heute mit einem Elektro-Dienstgefährt unterwegs. Das muss ich mir näher ansehen. Sofort bin ich mit Sören in ein Fachgespräch vertieft, das interessante Einblicke in die neue Mobilität bei der Post erlaubt

Dienstag, 2. Dezember 2014

Auflösung: Aus so vielen Teilen besteht ein Fahrrad!


Viele haben gerätselt, einige gezählt, andere geraten: Aus wie vielen Teilen ein Fahrrad zusammen gesetzt wird, scheint gar nicht so einfach zu sein. Darum habe ich mir auch Zeit gelassen. Hier die Auflösung: Für das abgebildete Klapprad sind es über 300 Komponenten. Das klingt viel und wenig zugleich. Im Vergleich mit einem Auto ist es fast nichts, doch wer ein Fahrrad in alle seine Teile zerlegt, kommt trotzdem ins Staunen. Vor allem, wer hinten bei der Nabe anfängt.

Donnerstag, 27. November 2014

Critical Mass: taz kündigt CM offiziell an

Ein kleiner Text, aber vielleicht mit großer Wirkung: In der heutigen Ausgabe der "tageszeitung" findet sich eine kurze Meldung über die Critical Mass. Es wird darin bekannt gegeben, dass die CM in Schwerte um 17 Uhr vor dem Bahnhof ihren Treffpunkt hat. Das ist in sofern beachtlich, weil es als strittig gilt, was die CM eigentlich ist: eine Veranstaltung, die angemeldet werden muss? Oder nur eine spontane Facebook-Party? Oder sogar illegal und wer dazu aufruft macht sich möglicherweise strafbar? Ein behördlicher Schlag in diese Richtung gab es zumindest kürzlich in Hamburg-Harburg. Gegen einen Rad-Aktivisten, der auf seiner Internetseite zur CM aufgerufen hat, wird oder wurde von der Polizei aus ermittelt.

Sonntag, 16. November 2014

Aus dem Fuhrpark: Moulton Mk1 - geliebt und gefedert!


VORHER!

Darf ich vorstellen: mein Moulton mit dem legendären F-Frame von 1964. Ein echtes Sammlerrad, das in Deutschland eher rar ist. Dass ich so ein Schätzchen habe freut mich und macht mich ein klein wenig stolz. Denn um es in einen fahrbaren Zustand zu bringen, musste ich etliche Stunden daran schrauben. Ich finde, es hat sich gelohnt. Denn so ein Moulton ist ohne Zweifel ein Meilenstein der Fahrradgeschichte. Und wie ich dazu kam, hoffentlich eine lesenswerte Geschichte.

NACHHER!


Mittwoch, 12. November 2014

ADFC Podiumsdiskussion: Da traut sich keiner was

"Wer traut sich was?" So lautete das Motto des Allgemeien Deutschen Fahrradclus (ADFC), unter dem er zu einer Podiumsdiskussion mit Hamburger Politikern geladen hatte. Das klang interessant. So interessant, dass ich mich zu einem Besuch der Veranstaltung entschied, obwohl ich politische Podiumsdiskussionen eigentlich nicht mag. Aber mal hören, was die Damen und Herren für uns Radfahrer planen und uns so als Wähler umwerben.

Samstag, 8. November 2014

Ein kleiner Sprung für Johann, ein großer Sprung fürs Selbstvertrauen

Die Skater- und BMX-Bahn im Inselpark Wilhelmsburg ist ein wunderbarer Ort. Hier ist immer was los. Skateboarder und BMX-Biker üben waghalsige Tricks ein. In ganz Hamburg ist die Betonanlage auf der Elbinsel ein Begriff. Jugendliche aus allen Stadtteilen kommen auf die Bahn, um zu üben und sich Adrenalinschüben hinzugeben. Ich besuche die Anlage manchmal am Abend und beobachte das Treiben dort. Verrückt, was vor allem die Könner da so an Tricks auf den Beton zaubern.

Heute war ich bei bestem Herbstsonnenschein dort, um den neunjährigen Johann bei seinen Stunts zu beobachten. Johann ist der Sohn von meinem Freund Jan und ein BMX-begeisterter Bengel durch und durch. Sagenhaft, was der Lüdde schon drauf hat. Ob Steilwand oder Wheelie, Johann ist mit Mut und viel Körperbeherrschung bei der Sache.

Nach der Trainingssitzung ging es Richtung Parkplatz. Doch vorher entdeckte Johann noch eine Herausforderung - eine Mauer mit einer rund 1,50 Meter breiten Lücke drin. "Danny McAskill würde da rüber springen", sage ich zu Johann. Der grinst und mustert die Lücke. Sein Blick sagt: Das schaffe ich auch. Nach dem sein Vater das okay gibt, schaut er sich das Hindernis gut an. Rechts ein gefährliches Metall-Geländer, links ein fieser Absatz - da will der springen? Ob das gut geht? Der Satz erfordert Mut, viel Mut.

Johann nimmt Anlauf, zieht das Vorderrad genau im richtigen Moment hoch, verlagert das Gewicht und hebt das Hinterrad geschickt mit den Pedalen in die Luft. Ein perfekter Bunny Hop. Jan und ich staunen. Kein Zweifel: Der Kleine hat Mut. Ein kleiner Sprung für Johann, ein großer Sprung fürs Selbstvertrauen.
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Dienstag, 4. November 2014

Bike-Sharing: Endlich gibt es einen privaten Fahrrad-Verleih

Als Blogger lese ich gerne auch andere Blogger. Dazu gehört Andrea Reidl, die für die Wochenzeitung ZEIT bloggt und unter Velophil erstaunliche Zugriffszahlen generiert. Dort war jetzt von einer sehr charmanten Idee zu lesen: Bike-Sharing. In Berlin hat Felix Möller ein Internet-Portal namens Upperbike gestartet. Wer ein Fahrrad mieten möchte, weil er zu Besuch ist oder weil das eigene geklaut wurde der warum auch immer, findet bei Upperbike entsprechende Angebote zu günstigen Preisen. Andererseits können Fahrrad-Besitzer mit wenigen Klicks ihren Drahtesel auf der Onlineseite vorstellen und zum Ausleihen anbieten. Bei Autos gibt es so etwas schon länger. Darum ist es höchste Zeit, dass so ein sinnvolles Angebot auch für Fahrradfahrer entstanden ist. Bravo, ich applaudiere so laut ich kann Richtung Felix Möller nach Berlin.

Natürlich habe ich die Seite gleich mal getestet. Noch ist sie quasi auf Berlin beschränkt, auch wenn ein paar andere Städte bereits aufgelistet sind. Ist eben noch ganz frisch, dieses Upperbike. Schon jetzt funktioniert es bundesweit für Fahrradbesitzer, die ihr Rad anbieten wollen. Ich habe probeweise ein Klapprad eingestellt. Nach der Registrierung geht alles schnell. Menüführung und Funktionalität der Eingabemasken sind logisch und gut bedienbar aufgebaut. Nur die Kategorie Tandem konnte ich bei der Auswahl der Radtypen leider nicht entdecken; das ist verschmerzbar und wird sicher noch nachgeholt.

Nach fünf Minuten war alles erledigt und - voila - ich bin der erste Upperbike-Anbieter in Hamburg. Nun bin ich gespannt was passiert. Will wirklich einer mein Peugeot-Klappi zum Start der Wintersaison mieten? Ich bin da skeptisch. Aller Anfang ist schwer. Aber ich drücke Felix Möller alle Daumen für dieses Projekt. Es gehört unterstützt. Der Sharing-Gedanke liegt ja voll im Trend und wer weiß: Vielleicht ist Upperbike in ein paar Jahren eine ganz große Nummer.

So ganz superneu ist der Fahrrad-Sharinggedanke allerdings nicht. Schon länger gibt es mit Velogistics eine Verleih-Plattform für Lastenräder. Bei dieser Bike-Kategorie macht Fahrrad-Sharing noch mehr Sinn. Schließlich sind Lastenräder teuer und ein Kauf will gut überlegt sein. Zum testen, ausprobieren und für die Gelegenheitsnutzung ist so eine Lastenrad-Ausleihe darum eine tolle Sache. Demnächst plane ich für einen Kleintransport dort mal einen Long John zu borgen. Über meine Erfahrungen werde ich wie immer an dieser Stelle berichten.