Mittwoch, 4. Januar 2017

Fahrradkalender für Genießer: Der gehört an die Wand oder "Wer mag schon Katzenkalender?"

Verflucht, schon 4. Januar und eigentlich wollte ich diesen Post schon vor Weihnachten schreiben. Mir ist eine Kleinigkeit dazwischen gekommen... Trotzdem: Was nun folgt, ist eigentlich ein ideales Geschenk: ein Kalender! Aber was heißt hier schon Kalender. Ist es ist der Kalender. Zumindest wenn man auf alte und schöne Fahrräder steht. Name: One year of bicycles. Wer ihn nicht kennt, sollte unbedingt weiter lesen. Oder das Ding gleich bestellen. Denn für das Meisterwerk ist es nie zu spät. Auch wenn schon 4. Januar ist. Hinter dem Projekt stecken Nico Thomas vom Altonaer Bicycle Club und Fotograf Peter Rüssmann. Achtung, natürlich bin ich nicht objektiv. Ich kenne beide. Und ich schätze beide. Darum mag ich auch ihren Kalender. Und darum ist dieser Beitrag auch sehr positiv. Nicht, weil ich ein Exemplar geschenkt bekommen habe, sondern weil knallharte Kritik an so einem Herzensprojekt unmöglich ist. Darum: Dieses Ding gehört bei jedem Fahrradfan an jede Wand.


Freitag, 23. Dezember 2016

Squire Snaplok: Originelles Fahrradschloss mit Stil


Firmen, die nach vorne denken, verlassen gerne gewohnte Pfade und wenden dich mit neuen Produkten zunehmend an Blogger. So ist es mir jetzt mit dem Fahrradschloss von Squire ergangen. Die britische Firma fertigt schon seit 1780 Schlösser. Nun möchten die Engländer mit einem besonders coolen Fahrradschloss in der Form eines Karabinerhakens punkten. Mir wurde ein Probeexemplar geschickt. Der Kurztest fällt durchwachsen aus.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Geheimtipp: Ein Teileparadies für Fahrradschrauber

Ein buntes Sammelsurium an Vintage-Fahrradteilen zu günstigen Preisen
Normalerweise geben Fahrradschrauber und -sammler Quellen für Bikes und Teile ja nicht preis, sondern hüten sie wie einen heiligen Gral. Doch manche Geheimtipps sind so gut, dass sie veröffentlicht gehören, weil sie einem guten Zweck dienen. Genau so eine Insideradresse habe ich in Bad Oldesloe etwas nördlich von Hamburg entdeckt und ich wünsche mir, dass der Geheimtipp nicht länger so geheim bleibt wie er mir momentan erscheint. Denn wer hier Fahrräder und -teile kauft, kann sich nicht nur über Vintageteile und schöne "New Old Stock" (NOS)-Raritäten freuen, sondern tut damit auch gleich etwas für den guten Zweck. Und der hat ja besonders in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur.

Samstag, 26. November 2016

Schrott wird flott: Zweites Leben für ein altes Kinderrad oder die Modelleisenbahn auf zwei Rädern

Kalkhoff Kinderrad im Fundzustand: ein trauriges Bild

Wir kennen sie ja alle, die Story mit der Modelleisenbahn: Papa kauft Gleise, eine Lok, Anhänger, den Bahnhof und sagt: "Für den Kleinen. Zu Weihnachten. Wird er lieben." In Wahrheit befriedigt der Herr Vater damit nur seinen eigenen Spieltrieb; er wünscht sich die Eisenbahn eigentlich selber und hat mit dem Nachwuchs die perfekte Rechtfertigung, in das elektrische Spielzeug zu investieren. Auch wenn das Kind noch viel zu jung dafür ist. Genau so ist es mir jetzt mit einem alten Kinderrad ergangen. Mein Sohn ist noch keine zwei. Doch den Hinterhof-Fund musste ich ihm einfach restaurieren. Selbst wenn er damit frühestens in zwei Jahren fahren kann. Zu Weihnachten soll er es kriegen. Doch wenn ich ehrlich bin, ist es natürlich eher ein Geschenk für mich als für ihn. Und vielleicht mag er den feuerroten Fahrrad-Oldtimer gar nicht und will lieber ein giftgrünes Puky aus der aktuellen Kollektion. Oder noch schlimmer: Er will gr kein Fahrrad, sondern lieber eine Playmobilburg oder so. Oh je, nicht auszumalen! Aber vielleicht liest er auch diese Zeilen irgendwann. Und freut sich irgendwann über das Einzelstück, was ich ihm da zusammen gebaut habe.
Der 16 Zoll-Flitzer nach der Restaurierung

Montag, 24. Oktober 2016

Robin Williams's Bikes unterm Hammer: Sammlerstück gefällig?

Colnago Pista, La Carrera, Futura 2000 aus der Williams-Kollektion (alle Bilder copyright paddle8.com)
Na, jemand 36 000 Dollar für ein Colnago-Bahnrad über? Denn so viel sind mindestens nötig, um den Zuschlag für den auffälligen Italo-Renner aus Stahl zu bekommen. Die Schönheit ist eine von knapp 90 Angeboten aus der Sammlung von Robin Williams, die bis morgen abend online versteigert wird. Der US-Schauspieler und Comedian  galt als depressiv und hatte sich 2014 selbst erhängt. Seine große Leidenschaft galt dem Radsport. Er besuchte mehrfach die Tour de France, zählte Greg Lemond und Lance Armstrong zu seinen Freunden. Und er sammelte Fahrräder, vor allem besondere Rennmaschinen. Diese kommen jetzt - zu teilweise abenteuerlich hohen Preisen - unter den Hammer.

Samstag, 8. Oktober 2016

Sladda im Test: Wie gut ist das Ikea-Fahrrad?

Als Ikea im Frühjahr ankündigte, mit dem Sladda sein erstes Fahrrad auf den Markt zu bringen, stand für mich fest: Das Ding muss ich testen. Nicht das ich ein glühender Ikea-Fan bin, aber das, was der schwedische Möbelgigant da ins Angebot aufnimmt, ist ein bemerkenswerter Vorgang. Offenbar sieht auch Ikea einen Trend zum Rad und verspricht sich mit dem Bike ein renditeträchtiges Geschäft. Sonst würde der gewinnorientierte Konzern das sicherlich nicht machen. Dass ein Fahrrad zudem das Image stärkt, ist ein guter Nebeneffekt - so etwa stelle ich mir die Motive vor, die zu der Entscheidung geführt haben. Bleiben einige Fragen: Wie gut ist Sladda? Ist Ikea in der Lage, ein gutes Fahrrad anzubieten? Ist das Preis-Leistungsverhältnis okay? Seit rund sechs Wochen nun besitze ich ein Sladda und gehe diesen Frage nach.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Märchenstunde mit Peter Lohmeyer oder: Wie geht es weiter mit der Fahrradstadt Hamburg?

Drischner, Lohmeyer, Lohse und Schwarz diskutieren 
Zur Sache, Hamburg! Straßenkampf in der Hansestadt. An der beliebten Polarisierung Auto- kontra Radfahrer kommt auch die sonst so gelassene ZEIT nicht vorbei und lud heute zu einer öffentlichen Diskussion ins Bucerius Kunstforum. Auf dem Podium: die Redakteure Patrick Schwarz und Frank Drieschner, als Autofahrer-Sündenbock Taxi-Lobbyist Thomas Lohse und Schauspieler Peter Lohmeyer, das Zugpferd des Abends. Denn die "Fahrradpersönlichkeit 2016" erzählt genau das, was die Leute hören wollen: Autos raus aus der Stadt, mehr Rad, ÖPNV, Taxi und Carsharing. Aber ganz so einfach ist das leider nicht.